Workshop
11.02.2026
COCO – The Imagination Lab

Am 11. Februar 2026 wurde es im Alan Turing Raum der IPAI Spaces kreativ und gesellschaftskritisch zugleich. Unter der Leitung von Timo Wagner und Alex Gessner setzten sich 30 Teilnehmer aus den Bereichen Bildung, Medien und Design mit der Frage auseinander: Wie können wir KI nutzen, um visuelle Stereotype aufzubrechen statt sie zu wiederholen?

Reality Check: Den „Bias“ im Bild entlarven

Der Workshop startete mit einer tiefgehenden Analyse unseres aktuellen visuellen Systems vereint mit einer spielerischen, aktiven Übung. Timo und Alex zeigte auf, wo Lücken und Verzerrungen in heutigen Medien und Bildungsmedien klaffen. Die Teilnehmer lernten, ihre eigenen visuellen Erwartungsmuster kritisch zu hinterfragen und zu verstehen, wie KI-Modelle diese oft unreflektiert verstärken.

Reframing mit dem „Imagination OS“

Ein besonderes Highlight war die Einführung in das entwickelte „Imagination OS“. Anhand der Schichten Data, Safety, Societal und Output lernten die Teilnehmenden, wie man neue Standards für Diversität und Repräsentation definiert. Unterstützt durch Inclusive Imagination Cards, wurde die Theorie sofort in neue, kreative Codes übersetzt.

Prototyping: Ein Schulbuch für das Jahr 2030

Im praktischen Teil wurde es kollaborativ: In Teams entwarfen die Teilnehmenden eine fiktive Schulbuch-Doppelseite für das Jahr 2030. Dabei ging es um mehr als nur schöne Bilder:

  • Inklusive Bildsprache: Mit dem Tool COCO generierten die Gruppen eigenen visuellen Content, der bewusst mit Klischees brach.

  • Repräsentationsethik: Jedes Team definierte eine eigene Logik, wie Wissen und Menschen in der Zukunft visuell dargestellt werden sollten.

  • Hands-on Resultate: Am Ende standen beeindruckende „Zukunfts-Artefakte“, die zeigten, wie eine faire und vielfältige Bildwelt von morgen aussehen kann.

Das Takeaway: Werkzeuge für den Alltag

Ob Lehrkraft, Bildredakteurin oder Designer – die Teilnehmenden verließen den Workshop mit konkreten Methoden. Das Wissen um das „Imagination OS“ und die Erfahrung im Umgang mit inklusiven Prompts lassen sich direkt in den Arbeitsalltag übertragen, um eine gerechtere visuelle Kommunikation zu fördern.